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Unter Nutzung der BI-Software „QlikView“ wurde bei TX Logistik eine Analyseplattform für Mitarbeiter und Führungskräfte der Abteilung Intermodal gestartet. Daten aus dem Onlineportal CargoStar Online, des Rail Operations Management Systems ROMS, sowie diversen Exceldokumenten werden aggregiert und homogenisiert in einem Datawarehouse verwaltet.

Das so gewonnene Qlikview Sternmodell wird in Form von interaktiven Charts und Tabellen visualisiert und stellt ein mächtiges Werkzeug dar, um KPIs aus den verschiedensten Winkeln zu beleuchten – von Zeiträumen und Relationen bis hin zu verantwortlichen Mitarbeitern und Störfalltypen. Da Filter ohne Zeitverzögerung auf das Qlikview Dokument angewendet werden können (Slicing and Dicing), können von einer Makroperspektive ausgehend Probleme schnell identifiziert und detailliert werden.

In den vergangenen Jahren wurde für die TX Logistik ein umfangreiches, neues System für den Bahnbetrieb entwickelt: Rail Operations Management System, kurz ROMS.

Seit der Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel 2012/2013 wurde das Paket in mehreren Abschnitten stark erweitert.

Das Gesamtpaket bietet Funktionalitäten in folgenden Bereichen:

  • Fahrplanmanagement: Neugeplante, gefahrene und stornierte Züge werden als Kästchen auf einer tagesbasierte Zeitachse dargestellt. Abweichungen, z.B. durch Baustellen sind gekennzeichnet. Mit dem Zugeditor können Leistungen, Kapazitäten und der Lauf eines Zuges über das Zuglaufdiagramm bearbeitet oder neu geplant werden. Durch eine Freigabe erfolgt ein nahtloser Übergang in den operativen Betrieb.

Fahrplanmanagement

Bild 1: Fahrplanmanagement

Zugeditor

Bild 2: Zugeditor

    • Kapazitätsmanagement: Wagengruppen werden auf Relationen geplant und freigegeben. Eine Zuordnung zu mehreren Kontrakten ist über den Frachtbrief möglich. Zu diesem Zeitpunkt haben die Wagengruppen noch keine Zugbindung, sondern werden erst in einem späteren Schritt mit Zügen verheiratet. Dadurch können Bedarfe transparent abgebildet werden.
    • Lokmanagement: Lokomotiven werden mit detaillierten Stammdaten auf Basis der ebenfalls verwalteten Baureihen angelegt. Reparaturen und Instandhaltungen werden geplant und überwacht. Diese Planung, sowie der technische Zustand der Lokomotive wirken sich auf ihre Verfügbarkeit im Modul Lokplanung aus.
    • Personalmanagement: Auf dem Lokmanagement ähnliche Art und Weise werden zusätzlich etwa Einstufungen des Personals (Lokführer, Wagenmeister, Rangierer), sowie Eignungen und Abwesenheit (Krankheit, Urlaub, …) festgelegt, die sich ebenfalls auf die Planbarkeit auswirken. Außerdem können beispielsweise Taxifahrten und Hotelübernachtungen verwaltet werden.
    • Zentrale für alle Module verwaltete, flexible Adressverwaltung mit Rollenzuordnungen
    • Ad Hoc Lok- und Personalplanung & -steuerung (hierzu wurde LocoPlan integriert und an den ROMS Application Server angeschlossen)
    • Beziehen von Messzeiten über automatisierte Schnittstellen zum catkin Portal (Personal und Personaldienstleister per Internet und Android Mobilgeräte angebunden) und UIC Schnittstelle der DB Netz
    • Verwaltung der Kostenübernahmen von Hotel- und Taxikosten des Personals
    • Störfallmanagement: Störfälle erhalten Begründungen und Verursacher. Diese werden automatisiert über DB Netz Schnittstelle eingelesen. Fehlende Einträge werden visualisiert und manuell nachgepflegt.
    • Diverse Dashboards für die Überwachung der Datenqualität und von verspäteten Meldungen.
    • Aktuelle Zugpositionen auf einer Landkarte in einer Internetansicht
    • Umfangreiches Business Analysis auf Basis eines Data Warehouse, Reporting.
    • Schnittstelle für die Energiebestellung auf Basis der Plandaten.

Nach dem erfolgreich verlaufenen Pilotbetrieb wird das catkin Portal in der Nacht von Samstag 26.04.14 auf Sonntag 27.04.14 in einer hochverfügbaren und leistungsfähigen Hardwareumgebung in Betrieb genommen und steht ab diesem Zeitpunkt allen Kunden und Interessenten zur Verfügung. Alle Arten von Dienstleistungen können auf diesem Weg unternehmensübergreifend strukturiert kommuniziert und verfolgt werden. Bereits im operativen Einsatz mit über 20 beteiligten Transportunternehmen ist die Kommunikation von LKW-Transportauftragen in Vorlauf und Nachlauf des Bahnverkehrs an den Terminals, sowie von Hafenumfuhren. Ab Mai werden dann auch durch die ersten Eisenbahnverkehrsunternehmen die Personaldienstleistungen für den Bahnbetrieb mit Fremddienstleistern und mit dem eigenen mobilen Personal kommuniziert und per App zurückgemeldet.